Thermische Dekontamination einer Siedlung

Die Dachböden von insgesamt 42 Einfamilienhäusern wurden in diesem Beispiel durch die freigesetzten Gase alter chemischer Holzschutzmittel kontaminiert und mussten vollständig entstaubt und saniert werden.

 

Bei dem befallenen Gebiet handelte es sich um die Alt-Glienicker Preußensiedlung, die von Grund auf saniert wurde. Alte, krebserregende Holzschutzmittel, deren Gase sich an kleinste Staubpartikel heften, machten eine akribische Reinigung der Dachböden dieser Häuser sowie eine nachfolgende Beheizung notwendig.

 

Einer der kontaminierten Dachböden. Nachdem dieser vollständig entstaubt wurde, folgt die Dekontamination der befallenen Hölzer mittels Erhitzung. Mehrere Heizlüfter mit 50-60 kW sorgen für die notwendige Wärmeentwicklung.

 

 

 

Um die schadstoffbelasteten Gebäudeteile unschädlich zu machen und eine erneute Verbreitung kontaminierten Staubs zu verhindern, müssen die Hölzer bis in eine Tiefe von 1,5cm über einen Zeitraum von einer Stunde auf 80°C erhitzt werden. Die Umgebungsluft ist jedoch sehr viel wärmer: 120°C, und das über 18 Stunden, um ein sorgfältiges Ergebnis zu erzielen - ein schweißtreibender Job für unsere Techniker.

Als Ernergieträger der Heißluft wird Gas verwendet.

 

 

 

 

Nach Abschluss der Beheizung wird die Dachstuhlluft noch ein letztes Mal abgesaugt. Anschließend sind die Räumlichkeiten wieder nutzbar.